Johann Verwold, Schmied

Ich wurde 1937 in Ohne geboren und habe dort die Volksschule besucht. Im Herbst 1943 wurde ich eingeschult und im Frühjahr 1952 entlassen. Am 1. April 1952 trat ich in Schüttorf beim Schmiedemeister Dietrich Lamann – früher Rahe – in der Föhnstraße eine Lehre zum Schmied an. Die Arbeitszeit war damals von 7.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 18.00 Uhr. Vormittags hatten wir 15 Minuten Frühstückspause und nachmittags um 16.00 Uhr 15 Minuten Kaffeepause.

Ich bin jeden Morgen mit dem Fahrrad von Ohne nach Schüttorf gefahren. Bis zur Schmiede waren das ca. acht Kilometer. Unterwegs schlossen sich noch andere an, die alle in Schüttorf arbeiteten, so dass wir eine ganze Truppe waren. Im Winter konnten wir morgens mit dem Bus fahren. Die Fahrräder kamen dann hinten in den Bus oder oben aufgeladen. Wenn wir in die Berufsschule nach Bentheim mussten, dann sind wir trotzdem zuerst nach Schüttorf gefahren. Das hatte seinen guten Grund. Denn zu Mittag wurde in der Schmiede gegessen. Unser Mittagessen haben wir in einem Henkeltopf von Zuhause mitgebracht. Den haben wir morgens bei Frau Rahe in der Küche abgeben. Kurz vor Mittag stellte sie unsere Henkeltöpfe in einen großen Topf mit heißem Wasser und machte so unser Essen wieder warm. Nachdem wir unser Essen bei Frau Rahe abgegeben hatten, fuhren wir mit dem Fahrrad weiter nach Bentheim zur Berufsschule. Der Unterricht ging von 8.00 bis 13.00 Uhr. Anschließend sind wir wieder zurück nach Schüttorf zur Schmiede geradelt. Dort haben wir uns umgezogen und durften zu Mittag essen. Nach dem Essen ging es dann sofort an die Arbeit, bis 18.00 Uhr.

Meine Lehre begann mit einer Ohrfeige

An einem der ersten Tage meiner Lehre musste ich Laufschienen für Schiebetüren anreißen und bohren. Die Löcher hatten aber nicht den gleichen Abstand und waren auch nicht gerade. Ein junger Geselle sollte auf mich aufpassen und meine Arbeit kontrollieren. Aber weil die Abstände nicht gerade waren, bekam er eine Ohrfeige. Ich war ganz erschrocken, weil ich wusste, die Ohrfeige galt eigentlich mir. Nach Feierabend mussten wir Lehrlinge grob aufräumen. Am Samstag durfte der jüngste Lehrling schon um 11.00 Uhr anfangen, draußen aufzuräumen. Harken, Straße und den Vorplatz fegen. Eine Stunde später, wenn die Gesellen weg waren, mussten auch die Lehrlinge vom zweiten und dritten Lehrjahr mit aufräumen. Wir waren dann zwischen 15.00 und 16.00 Uhr fertig. Im Sommer bei schönem Badewetter fühlten wir uns gegenüber anderen Jugendlichen etwas benachteiligt, wenn die dann schon zum Baden fuhren, aber wir noch „arbeiten durften“.

Ab und zu, wenn der Meister aus der Mittagspause kam und aus irgendeinem Grund schlechte Laune hatte, warf er uns noch einmal alles durcheinander. „Dat nenn i doch wall nich venünftig upprümen, soa geht dat hier männ nich“. Dreck, Müll und die Schlacke vom Herdfeuer musste alles sortiert und hinter Klümpers Fabrik auf der Bleiche an die Vechte gebracht werden. Später brachten wir dann den Abfall zur Müllstelle an der Salzberger Straße – wo früher Veddelers Werkstatt und heute die Postenbörse und die Gastwirtschaft Byknüver ist.

Als Lohn bekamen wir im ersten Lehrjahr 25 DM, im zweiten 35 DM und im dritten 45 DM, obwohl wir die gleichen Arbeiten wie die Gesellen verrichten mussten. In meine Lehrzeit fiel der Wirtschaftsaufschwung. Aber 1952 waren die Lehrstellen noch sehr knapp. Ich weiß zum Beispiel, dass zu der Zeit bei der Firma Stemmann weit über 120 Bewerbungen eingegangen sind, allerdings haben die nur 30 Lehrlinge eingestellt.

Im Herbst 1952 oder 1953, das weiß ich nicht mehr genau, war auf dem Kuhmplatz der erste Viehmarkt nach dem Krieg. Viele Bauern fuhren mit Pferd und Wagen in die Stadt, um ihre Ferkel, Schweine, Schafe, Geflügel usw. zu verkaufen. Nebenbei wurden Einkäufe getätigt. Auch in der Schmiede war an solchen Markttagen viel zu tun. Am ersten Markttag waren oft 20 und mehr Pferde zu beschlagen. Im Herbst mussten die beiden jüngsten Lehrlinge zweimal in der Woche in der Mittagszeit nach Quendorf zum Esch, um mit dem Bollerwagen Stoppelrüben für die Ziegen und Schweine zu holen. Uns wurde gesagt: „I sitt ja doch blos rüm“.

Schüttorfer Platt musste ich erst noch lernen

Etwas Schwierigkeiten hatte ich auch mit dem Schüttorfer Platt. In Schüttorf musste ich mit der Schware (Sense) Grösmaijen un dann mett de Haane upp de Koare laden. In Ohne hieß das mit nen Söösen de Buure gemäit und dann mit de Häinde up de Koare laden. Ich wusste damals, als ich nach Schüttorf kam, nicht was eine Schware war. Es ist ja hier bei uns, in der Grafschaft Bentheim, eine Eigenart der Plattdeutschen Sprache, dass sie sich von Ort zu Ort, ja von Bauernschaft zu Bauernschaft ändert.

Im Frühjahr mussten wir mit dem Meister morgens zwei Stunden den Garten graben. Meistens mit vier oder fünf Leuten, zwei Stunden Frühsport. Mit einem Spaan Garten graben – dagegen in Ohne mett ne Schüppe. Dafür brauchten wir nie in der Schmiede die Fenster zu putzen, das machte Frau Lamann für uns. Außerdem mussten wir am Hagen Rasen mähen, vor dem Waschtag die Waschmaschine mit dem Wringer aufbauen.

Am Hagen betrieb Fräulein Lütters eine Näherei. Das war die Schwester von der alten Frau Rahe. Sie bildete auch Näherinnen aus. Im Winter mussten wir bei ihr den Ofen aufstellen, die Kohle für den Ofen holten die Mädchen aus der Schmiede. Die Kohlenträger hatte wir vorher für sie bereits gefüllt. Dann und wann schmierten wir auch etwas Staufferfett an die Unterseite des Handgriffs. Wenn die Mädchen die Kohlenträger am Handgriff anhoben, gab es ein großes Gelächter.

Summertime Rock

Im Sommer wurden die Holzräder der Ackerwagen sehr oft trocken. Wir nannten das auf Plattdeutsch „Rock“. War das Holz der Räder ausgetrocknet, saßen die alten Reifenhuppel nicht mehr fest und drohten abzulaufen. Der Reifenhuppel ist der Eisenring um das hölzerne Wagenrad , er hält das Rad zusammen und sollte das Rad immer fest umschließen. Die Räder wurden gesammelt und reparierte Räder von den Wagenmachern Nibbrig/Mansbrügge,  Gellenbeck oder Böve kamen noch dazu. Das waren Räder von Ackerwagen, Jagdwagen, Kutschwagen, Treck- und Handwagen oder Schubkarren. Die Eisenringe wurden eingekürzt, gestaucht und wieder zusammengeschweißt. Wenn wir die Huppel wieder aufzogen, fingen wir morgens wegen der Hitze schon eine Stunde früher an. Nabenbänder und sonstige runde Reifen von Ringen wurden mit einem Strohhalm abgemessen. Das war genauer als mit einer Schnur oder Kordel. Eine Schnur oder Kordel, die konnte man etwas dehnen. Ein Strohhalm dehnt sich nicht und bleibt in der Länge konstant.

Einen neuen Ackerwagen zu beschlagen war mit viel Schmiedearbeit verbunden. Die größten Räder hatte der alte Müllwagen vom Gresshoff in der Schevestraße. Er wurde auch vom größten Pferd gezogen. Ein großes Pferd hatte auch der Kutscher Hölscher vom Bauunternehmer Kortmann. Alex, so hieß das Pferd. Auch die Pferde der Deckstation auf dem Isterberg mussten wir beschlagen. Weil es aber zu gefährlich war, mit den Hengsten, die ja einen nicht geringen Wert hatten, nach Schüttorf zu kommen, wurden sie an Ort und Stelle kalt beschlagen. Damals verfügten wir noch nicht über ein transportables Herdfeuer.

Unser Transporter war ein Fahrrad

Rohre, Flacheisen, Winkeleisen, T-Eisen usw. holten wir entweder von Flintermann oder Lammering. Bis zu vier Stangen, die sechs Meter lang waren, wurden mit dem Fahrrad transportiert, wenn es mehr waren, nahmen wir unseren zweirädrigen Karren. Der alte Kröner, er war ein großer stabiler Mann, empfing uns dann: „Na, wat sallt dann wern, Männer?“ Wer nicht weiß, wie viel Steigung die Steinstraße von Drogerie Rost bis Kaufhaus Rost hat, der soll mal versuchen, eine Karre mit 150 Kilo Ladung da hochzuschieben. Wir Lehrlinge kamen jedenfalls ordentlich ins Schwitzen. Die Rohlinge für Hufeisen, Nägel, Schrauben usw. kamen von Lammering. Sein Lager war beim Kohlenhändler Petzold am Hafermarkt. Es gab bei Lammering zu der Zeit auch noch Nähnadeln, Stopfnadeln und Stricknadeln. Wenn wir die Rohlinge holen mussten und die Kunden dann in der Schmiede warteten, empfing uns der Meister schon vor der Tür und schrie mit erhobenen Fäusten: „Tempo, Tempo. Oder macht ihr einen Feiertag davon?“ Aber richtig schlimm wurde es, wenn man etwas Falsches mitgebracht hatte. Deshalb mussten wir den Auftrag, was wir holen sollten, wiederholen. Hatten wir es nicht richtig verstanden und zögerten mit einer Antwort, dann tobte der Meister. Wenn ein Bauer mit seinem Pferdegespann vorbeifuhr und ein Hufeisen locker war, sagte er: „He löp ok mit de Schmitt sien Geld in Tück“.

Zu der Zeit hatten wir im Winter die Aufgabe, in Privathaushalten Öfen auf zu stellen und die Ofenrohre sauber zu machen. Ab und zu ging der Meister mit. Dann bekamen wir Jungs Unterricht im Benehmen von ihm. Er lehrte uns, dass wir einen Meister oder älteren Gesellen rechts von uns laufen lassen mussten. Dass man beim Treppensteigen vor einer Frau und beim runtergehen hinter einer Frau gehen musste, damit man ihr nicht unter den Rock gucken konnte. Das wäre ja für uns Jungs aber auch zu schön gewesen.

In den ersten Lehrjahren mussten wir am Schevegraben unser Selbstentwicklungsgerät für Autogenschweißen sauber machen und mit Karbid wieder auffüllen. Wir brauchten das Gerät für das Schneidbrennen, das Schweißen von Gusseisen und Eisen oder um Einzelteile warm zu machen. Ansonsten wurde mit dem Elektroschweißgerät geschweißt.

Auch auf den Bauernhöfen wurde damals viel gebaut, vor allem Schweineställe. Wir machten die Stallfenster. Aus T-Eisen mit Lüftungen. Die Trennwände wurden mit 120er U-Eisen abgeschlossen und die Ställe mit drei Rohren und 50 cm hohen Klappen über den Trögen abgeschlossen, damit die Schweine nicht hochspringen konnten und etwas mehr Ruhe bekamen. Früher waren die Klappen bis oben und die Schweine sprangen beim Füttern oft oben auf die Hölzer. Dann hat man nur einen halben Meter hohe Klappen genommen und drei Rohre, da konnten die Schweine durchgucken und brauchten nicht mehr hoch zu springen.

Für die Werkstatt gab es damals noch kein Auto, aber wir hatten ein NSU Motorrad, das der Geselle fuhr. Ich saß auf dem Sozius, hinten dran eine Karre mit zwei bis drei Zentner Eisen beladen, so fuhren wir zu den Bauernhöfen nach Quendorf, Neerlage oder Wengsel sogar bis nach Bardel. Die Kartoffeldämpfanlage von Bauer Rademaker in Wengsel wurde vor der Kartoffelernte komplett überholt. Rademaker war auch der einzige Kunde von dem wir ein Trinkgeld erhalten haben.

Für die Kirmes gab es Extra-Geld

Wenn in Schüttorf Kirmes war, bekamen wir alle zusammen ein Kirmesgeld. Das war auch in den anderen Betrieben so üblich. Das Kirmesgeld erhielt der Altgeselle. Er kaufte uns allen davon Bratwurst und Getränke. Deshalb waren montagsabends viele Gruppen von Handwerkern auf der Kirmes.

Wir hatten damals viele Kunden und ordentlich was zu arbeiten. Reparaturen in der Buchdruckerei Kröner, in Beckers Landhandel und Mühle oder in der Schinkenfabrik Klümper. Auch die Seifenfabrik Thölen, wo Thölen’s Schmiergold, eine Wasch und Handseife, hergestellt wurde, gehörte zu unseren Kunden. Hier gab es für uns immer viel zu tun. Die hatten zur der Zeit noch einen stehenden Kessel mit 60 Flammrohren, der eigentlich ständig brennen musste. Wenn nun einige der Flammrohre undicht waren, musste wir sofort ran. Sobald der Kessel abgekühlt war, legten wir die kaputten Flammrohre still. Einer musste nach unten in den Aschebunker und ein Anderer nach oben auf den Kessel. Eine Schnur wurde durch das Rohr durchgelassen, um zu prüfen, ob wir das richtige Rohr erwischt haben. Dann wurde das defekte Rohr an beiden Enden mit gusseisernen Pfropfen zugeschlagen. Zuletzt waren 20 Rohre stillgelegt. Deshalb musste eine neue Kesselanlage mit einem liegenden Kessel installiert werden. Dafür haben wir auch alle Leitungen und Rohre neu verlegt. Ich war fünf Wochen da beschäftigt. Manchmal bis 21 Uhr. Der neue Ofen sollte ja so schnell wie möglich in Betrieb gehen. Zu der Zeit hatte ich noch keinen Führerschein, aber der Meister gab mir sein Motorrad mit, damit ich spät abends nach Ohne fahren konnte. Heute undenkbar, den Lehrling ohne Führerschein fahren zu lassen.

Im Winter, wenn nicht soviel Arbeit war, bauten wir entweder Anhänger für Pferdegespanne oder Rübenschneider und dergleichen. Unsere Farben holten wir von Anstreicher Steggewentze, der gegenüber wohnte, oder von Johann Wanning, der hatte seine Malerwerkstatt bei der Spedition Wanning in der Mauerstraße.

Wir haben häufig unter Zeitdruck gearbeitet. Besonders bei den Reparaturarbeiten. Da musste es fix gehen. Wenn wir in den Augen unseres Meisters nicht schnell genug waren, dann ließ er wieder einen von seinen Sprüchen von Lager: „Fretten un supen, langsam goan und feste pupen, dat könn i wall“.

Mein erster Stundenlohn als Geselle waren 69 Pfennige

In den Jahren 1954/1955 wurde die Kläranlage gebaut und in der Föhnstraße die Kanalisationsrohre verlegt. Für die Fundamente der Kläranlage fertigten wir große Winkeleisenringe an. Die hatten einen Durchmesser von 12 m. Nur wir bei Lamann konnten in Schüttorf so große Winkeleisen herstellen. Im März 1955 waren die Wasserleitungsrohre zur neuen Kläranlage oberirdisch verlegt worden. Dann kam aber der große Frost und man vergaß, das Wasser abzulassen. Fast alle Rohre sind da zerplatzt. So musste ich am Tag vor meiner Gesellenprüfung ca. 24 m Wasserrohre mit dem Autogenschweißgerät schweißen – bis abends 19.00 Uhr. Am nächsten Tag hatte ich schriftliche Prüfung. Nach der Prüfung bin ich so gegen 14.30 Uhr in die Schmiede gegangen, um Bescheid zu geben, wie ich dabei abgeschnitten hatte. Da hieß es, du musst dich noch umziehen und zwei Pferde beschlagen. Erst dann konnte ich nach Hause fahren. Ich hatte auch allmählich riesigen Hunger. Mein Lehrvertrag lief bis zum 31. März. Ab 1. April war ich Geselle und verdiente 69 Pfennig pro Stunde.

Landmaschinen nahmen einen großen Platz bei unserer Arbeit ein. Dazu fällt mir noch ein Spruch vom Meister ein: „Well sien Werk nich schmeert, de schmeert de Schmid“. Wir reparierten fast alle Landmaschinen. Lamann hatte die Vertretung von „IHC Cormick“ in Neuss am Rhein, von der Landmaschinenfabrik „John Deere“ und für Bruns-Anhänger. In der Landwirtschaft wurde zu der Zeit viel umgestellt. Die Pferde wurden weniger. Lamann verkaufte in einem Jahr 23 Schlepper von der Firma Cormick, mehrere Selbstbinder und neue Drehpflüge von den Firmen van Lengerich und Niemeyer.

Etwas, was mir noch einfällt: für städtische Anlagen war für Lamann nicht viel zu tun. Zum Beispiel machte Weckenbrock das Brückengeländer über den Schevegraben, der Schevegraben lief damals direkt an der Schmiede vorbei, und dann auch die Rohrumzäunung für den Sportplatz. Es war ein Rohr vorgegeben, das angeblich nur Weckenbrock besorgen konnte. Als aber im Annaheim der erste Anbau gefertigt wurde, teilten sich die drei Schmiedeunternehmen Seifert, Weckenbrock und Lamann die Arbeit an den neuen Balkongittern und den Treppengeländern.

Als der König die Wahrheit nicht vertrug

Das Gildeschützenfest war für die Familie Lamann ein besonderes Fest. Vor dem Fest musste alles in und um der Schmiede auf Vordermann gebracht werden. Montagsmorgens beim großen Umzug durften wir an der Straße stehen und uns den Zug ansehen. Dann wurde die Tür der Schmiede geschlossen und wir mussten hinter der geschlossenen Tür weiter arbeiten. Wir brauchten aber nichts besonders zu machen, nur wenn ein Bauer kam, mussten wir ihn sofort bedienen. Als Herr und Frau Lamann mal auf den Thron kamen, wurde das am Montagsabend wohl sehr ausgiebig gefeiert. Wir fingen Dienstagmorgens um 7.00 Uhr an zu arbeiten. Um 8.00 Uhr klingelte das Telefon. Wir hatte damals die Order, wenn keiner den Hörer abnahm, sollten wir in die Wohnung gehen und uns am Telefon melden. Ich ging also ans Telefon. Ein Bauer wollte unbedingt den Chef sprechen. Ich sagte ihm wahrheitsgemäß, dass der noch im Bett liege. Das hörte der Chef. Er sprang aus dem Bett und brüllte mich an, wie ich das nur sagen könnte. Er war ziemlich sauer auf mich. Aber ich hatte doch nur die Wahrheit gesagt.

 

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Ein Kommentar

  1. Floris Flintermann
    30. November 2017

    Die ersten drei Geschichten habe ich mit Interesse und mit Freude gelesen.Zwar bin ich erheblich jünger als die Erzähler (geb.1952), mit den meisten, Namen, Örtlichkeiten und Fotos verbinde ich aber durchaus etwas.
    Schön, dass diese alten Dinge jetzt öffentlich erzählt werden. Es wurde sicherlich Zeit dafür, denn vieles geht sonst für immer verloren.
    Vielen Dank !!
    Ich freue mich auf die folgenden Geschichten!

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